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Raumakustik im Büro verbessern: So reduzierst du Lärm und steigerst die Produktivität

Offene Büros, große Glasflächen und die Zunahme von Video-Meetings am Arbeitsplatz haben eines gemeinsam: Sie bringen mehr Geräusche in den Arbeitsalltag. Ob Gespräche, Tastaturklappern oder Telefonate – all diese Geräusche summieren sich schnell zu einer dauerhaften akustischen Belastung. Die Folgen sind spürbar: nachlassende Konzentration, sinkende Leistungsfähigkeit und ein steigendes Stresslevel. Studien und Untersuchungen zeigen, dass insbesondere Sprache und parallele Gespräche die kognitive Leistung beeinträchtigen können. Dabei ist nicht nur die Lautstärke entscheidend, sondern vor allem die Raumakustik – insbesondere der Nachhall, der Geräusche verstärkt und die Verständlichkeit verschlechtert.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Optimierung der Raumakustik lässt sich gezielt gegensteuern. Wie du Lärm reduzierst, die Sprachverständlichkeit verbesserst und eine angenehmere Arbeitsatmosphäre schaffst, erfährst du in diesem Beitrag.

Warum ist es im Büro oft so laut?

In vielen Büros entsteht der Eindruck von „zu viel Lärm“, obwohl die Ursache meist in der Raumgestaltung liegt: Die akustischen Eigenschaften sind häufig nicht auf die Nutzung als Arbeitsumgebung ausgelegt.

Der hohe Geräuschpegel wird vom Gehör ungefiltert aufgenommen und verarbeitet – unabhängig davon, ob wir uns darauf konzentrieren oder nicht. Besonders moderne Büroformen wie Loft- oder Industriedesigns verstärken dieses Problem: Große, harte und oft kahle Oberflächen führen dazu, dass Schall stark im Raum reflektiert und gleichmäßig verteilt wird. Aber auch klassische Büros oder Homeoffice-Umgebungen erreichen ohne akustische Maßnahmen schnell eine unangenehme Lautstärke.

Störschallquellen im Büro

Zur Einordnung: Für konzentriertes Arbeiten geben Richtlinien wie die DIN EN ISO 22955 Orientierungswerte für Büroakustik einen Richtwert von maximal etwa 45 dB vor. Typische Alltagsgeräusche im Büro liegen jedoch schnell darüber – ein Drucker erreicht etwa 50 dB, ein Gespräch kann in unbehandelten Räumen sogar bis zu 60 dB oder mehr betragen.

Hinzu kommt der sogenannte Lombard-Effekt: In lauter Umgebung sprechen Menschen automatisch lauter, um verstanden zu werden. Treffen mehrere Gespräche aufeinander, steigt die Lautstärke dadurch unbewusst weiter. Dieser Effekt wirkt auch umgekehrt: Wird die Raumakustik verbessert und der Hintergrundlärm reduziert, sprechen Personen automatisch leiser, und das Geräuschniveau im Raum sinkt.

Gerade deshalb ist die Raumakustik ein entscheidender Faktor dafür, wie laut ein Büro wahrgenommen wird und wie gut konzentriertes Arbeiten möglich ist.

Reflexionen

Ein wesentlicher Grund dafür, dass sich Schall im Büro schnell im gesamten Raum ausbreitet und ein hoher Lärmpegel entsteht, sind Schallreflexionen. Harte Oberflächen wie Glas, Beton, Parkett oder Fliesen werfen nahezu die gesamte Schallenergie zurück. Diese reflektierten Schallanteile vermischen sich mit dem Direktschall, etwa einer Stimme, sowie dem entstehenden Nachhall. Durch diese Überlagerung steigt der wahrgenommene Lautstärkepegel im Raum deutlich an.

Reflexionsmuster im unbehandelten Raum
Reflexionsmuster im behandelten Raum

Nachhallzeit

Einer der wichtigsten Indikatoren für eine gute Raumakustik ist die Nachhallzeit. Sie beschreibt, wie lange ein Geräusch im Raum noch hörbar ist, nachdem die Schallquelle bereits verstummt ist. Einen ersten Eindruck kann man sich beispielsweise mit einem kräftigen Klatschen verschaffen: Ist der Nachhall deutlich wahrnehmbar, liegt die Nachhallzeit in der Regel bereits über einer Sekunde.

Die optimale Nachhallzeit hängt von der Größe und Nutzung des Raums ab. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gelten für unbesetzte Büros folgende Richtwerte:

Callcenter0,5 Sekunden
Mehrpersonen- und Großraumbüro0,6 Sekunden
Ein- und Zweipersonenbüro0,8 Sekunden

In der Praxis liegen die Werte in vielen akustisch unbehandelten Büros jedoch deutlich über einer Sekunde.

Sprachverständlichkeit

Ist dir schon einmal aufgefallen, dass du im Büro lauter sprechen musst und dein Gegenüber dich trotzdem nur schwer versteht? Häufiges Nachfragen und anstrengende Gespräche sind oft die Folge. Ursache dafür ist in vielen Fällen eine raumbedingt schlechte Sprachverständlichkeit. Diese hängt direkt mit der Nachhallzeit sowie den Schallreflexionen im Raum zusammen und beschreibt, wie gut gesprochene Inhalte tatsächlich verstanden werden. Nachhall und Reflexionen überlagern dabei das Direktsignal der Stimme und verschlechtern so die Verständlichkeit deutlich.

Durch eine erhöhte Schallabsorption im Raum lässt sich die Sprachverständlichkeit gezielt verbessern. Die Folge: Gespräche werden klarer, und man kann leiser sprechen, ohne schlechter verstanden zu werden.

Die Folgen eines hohen Lärmpegels im Büro

Die unmittelbaren Auswirkungen von anhaltendem Störschall und schlechter Sprachverständlichkeit sind schnell spürbar: Konzentrationsprobleme, eine höhere Fehlerquote sowie eine insgesamt verringerte Leistungsfähigkeit. Mittelfristig beeinträchtigt ein dauerhaft hoher Lärmpegel das Wohlbefinden der Mitarbeitenden, erhöht das Stressniveau und führt zu einer anhaltenden Abnahme der Leistungsfähigkeit.

Langfristig kann dies auch gesundheitliche Folgen haben – von psychischen Belastungen bis hin zu vermehrten Fehlzeiten und möglichen chronischen Beschwerden im späteren Leben. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Kardiologiezentrums der Universitätsmedizin Mainz. Sie zeigt, dass Lärmbelastung nicht nur die kognitive Leistung beeinträchtigt, sondern auch Stress, Schlafstörungen sowie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfälle erhöhen kann.

Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik im Büro

Häufig lässt sich die Raumakustik im Büro bereits mit wenigen, gezielten Maßnahmen spürbar verbessern. Entscheidend ist dabei der gezielte Einsatz der richtigen Materialien an den richtigen Stellen, um Nachhall zu reduzieren und eine deutlich ruhigere Geräuschkulisse zu schaffen.

Schallabsorption

Die wichtigste Maßnahme ist die Reduzierung von Schallreflexionen durch Absorption. Absorbierende Materialien nehmen Schallenergie auf und verhindern, dass dieser zurück in den Raum reflektiert wird. Dadurch wird die Nachhallzeit reduziert und die Sprachverständlichkeit verbessert.

Typische Lösungen sind:
Wandabsorber
Deckensegel
Akustikbilder
textile Elemente wie Vorhänge

Besonders effektiv ist die Kombination mehrerer Flächen – zum Beispiel Wand und Decke.
Viele akustische Probleme in Büros lassen sich direkt auf eine unzureichende Absorption zurückführen.

Schallabsorption am Arbeitsplatz mithilfe eines Deckensegels und einer Stellwand

Schalldämmung

Während Absorption den Schall im Raum reduziert, geht es bei der Schalldämmung darum, Schall gezielt abzuschirmen, um Bereiche akustisch zu separieren.

Das ist besonders sinnvoll bei:
• Telefonarbeitsplätzen
• Meetingbereichen
• stark frequentierten Zonen

Typische Maßnahmen:
akustische Stellwände
Schallschutzvorhänge

HOFA Akustikvorhang als Raumteiler

Übrigens: Raumakustische Optimierung muss nicht teuer sein. Häufig genügen schon wenige, gut platzierte Elemente, um eine merkbare akustische Verbesserung zu erreichen. Und auch für große Räume gibt es günstige Lösungen mit hervorragenden akustischen Eigenschaften.

Mit HOFA zu einer besseren Büroakustik

Du interessierst dich für unsere Produkte und möchtest dein Büro akustisch optimieren? Unsere erfahrenen Akustiker beraten dich gerne kostenlos und unterstützen dich dabei, eine passende Lösung für deine Arbeitsumgebung zu finden.

Neben hochwertigen Akustikprodukten bieten wir dir auch umfassende Serviceleistungen wie professionelle Raumakustikmessungen, 3D-Raumplanungen sowie einen Montageservice an.

Du erreichst uns per E-Mail unter akustik@hofa.de oder telefonisch unter +49 7251 3472-400.

Akustische Optimierung eines Raumes mit Deckensegeln und Akustikbildern

HOFA Produkte im Überblick

HOFA Wandsegel

Durch den hohen Absorptionsgrad wird die Nachhallzeit im Raum deutlich reduziert. Gleichzeitig überzeugen die Wandsegel durch ihr schlichtes, unauffälliges Design und lassen sich harmonisch in unterschiedliche Raumkonzepte integrieren.

Weitere Infos ›

HOFA Decksensegel

Die Deckensegel lassen sich unauffällig in den Raum integrieren und reduzieren den Nachhall großflächig, indem sie Schallreflexionen an der Decke absorbieren. Dadurch wird der Raum deutlich akustisch beruhigt.

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HOFA Akustikvorhänge

Eine flexible Lösung für Glasflächen oder große Räume. Die STUDIO Variante verbessert gezielt die Raumakustik durch Schallabsorption, während die ISO Variante Bereiche akustisch voneinander separiert und zusätzlich ebenfalls zur Verbesserung der Raumakustik beiträgt. So lassen sich Räumlichkeiten flexibel und wirkungsvoll akustisch gestalten.

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HOFA Stellwände

Ideal zur Strukturierung von Arbeitsbereichen. Sie schaffen akustische und visuelle Abgrenzungen und tragen gleichzeitig zur Reduzierung der Nachhallzeit im Raum bei.

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HOFA Akustikbilder

Sie kombinieren wirksame Schallabsorption mit individuellem Design und lassen sich nahtlos in bestehende Raumkonzepte integrieren.

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Raumakustikplanung und Beratung

Für komplexe Raumkonzepte bietet HOFA maßgeschneiderte Planungen – abgestimmt auf Nutzung, Raumgröße und Designanforderungen. Kontaktiere uns gerne, wir unterstützen mit unserer Erfahrung und beraten dich persönlich.

Über den Autor

0 comments

  1. Eine gute Raumakustik im Büro ist sehr wichtig. Man sollte die Kollegen verstehen können. Daher würde ich ein Teppich oder Vorhänge empfehlen, um die Raumakustik zu verbessern.

    1. Moritz Meier

      Hallo Anni, vielen Dank für deinen Kommentar!
      Teppiche und Vorhänge sind ein guter Anfang und können sich positiv auf die Sprachverständlichkeit auswirken, da hast du völlig recht. Man sollte dabei allerdings beachten, dass gerade dünne Stoffe, wie herkömmliche Vorhänge oder Teppiche, primär die hohen Frequenzen behandeln. Die Stimme weist ein breites Frequenzspektrum auf, sodass auch die Absorption breitbandig ausfallen sollte.

      Die Maßnahmen sollten also bestenfalls mit Breitbandabsorbern, zum Beispiel in Form von Decken- oder Wandsegeln, ergänzt werden.

      Bitte melde dich, falls es hierzu weitere Fragen gibt.

      Viele Grüße
      Moritz von HOFA-Akustik

  2. Marie Busch

    Mein Sohn beschwert sich auch immer sehr häufig, dass er sich im Büro nicht konzentrieren kann. Ich denke, dass es sich in einem solchen Fall sehr lohnen kann in eine Akustikdämmung für Büros zu investieren. Eventuell kann er diese Idee ja seinem Chef unterbreiten.

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